Zum Inhalt springen
Super Umzug LogoBayReno LogoEntrümpelung München Logo

· 5 Min. Lesezeit

Was kostet eine Entrümpelung in München? Preise & Beispiele 2026

Eine Entrümpelung in München kostet marktüblich zwischen 35 und 70 € pro Quadratmeter. Für eine 60 m² große 2-Zimmer-Wohnung bedeutet das rund 1.800 bis 3.500 €, ein einzelnes Kellerabteil liegt ab etwa 300 €, ein komplettes Einfamilienhaus je nach Zustand bei 4.500 bis 9.000 €. Der tatsächliche Preis hängt weniger von der Fläche ab als vom Volumen, vom Stockwerk und davon, was entsorgt werden muss.

Dieser Artikel schlüsselt auf, wie sich der Preis zusammensetzt, welche Faktoren ihn nach oben treiben und wo Sie realistisch sparen können — mit drei durchgerechneten Beispielen aus dem Raum München.

Hinweis zu den Zahlen: Alle Angaben in diesem Artikel sind marktübliche Orientierungswerte für München und Umgebung, keine Angebote. Ein verbindlicher Festpreis entsteht immer erst nach einer kurzen Besichtigung.

Preise nach Objektgröße: die Übersicht

Die folgende Tabelle zeigt typische Spannen für den Raum München. Sie gilt für normal möblierte Objekte ohne Sondermüll und mit üblichem Zugang.

Objekt Fläche Marktübliche Spanne Typische Dauer
Kellerabteil / Garage 6–15 m² ab 300 – 800 € 3–5 Stunden
Dachboden 20–40 m² 600 – 1.600 € 4–8 Stunden
1-Zimmer-Wohnung 30–40 m² 900 – 1.900 € 1 Tag
2-Zimmer-Wohnung 55–70 m² 1.800 – 3.500 € 1 Tag
3-Zimmer-Wohnung 75–95 m² 2.600 – 4.800 € 1–2 Tage
4-Zimmer-Wohnung 100–120 m² 3.500 – 6.000 € 2 Tage
Einfamilienhaus 140–200 m² 4.500 – 9.000 € 2–4 Tage
Gewerbefläche / Büro ab 100 m² nach Aufmaß 1–5 Tage

Die Spanne innerhalb einer Zeile ist bewusst breit. Zwei gleich große Wohnungen können sich im Preis verdoppeln, wenn eine davon im vierten Stock ohne Aufzug liegt und bis unter die Decke vollgestellt ist.

Was den Preis wirklich bestimmt

1. Volumen statt Fläche

Seriöse Anbieter kalkulieren nach Kubikmetern, nicht nach Quadratmetern. Als Faustregel gilt: Eine normal möblierte Wohnung ergibt etwa 0,3 bis 0,5 m³ Entsorgungsgut pro Quadratmeter Wohnfläche. Eine 70-m²-Wohnung kommt also auf rund 21 bis 35 m³ — das entspricht etwa zwei bis drei Standard-Containern.

2. Stockwerk und Trageweg

Jede Etage ohne Aufzug erhöht den Aufwand spürbar. Ein Team trägt denselben Hausrat aus dem Erdgeschoss in einem Bruchteil der Zeit, die es aus dem vierten Obergeschoss braucht. Rechnen Sie pro Etage ohne Aufzug mit etwa 8 bis 15 % Aufschlag. Ein langer Weg vom Hauseingang zum Fahrzeug wirkt genauso.

3. Halteverbotszone

In München ist das ein realer Kostenfaktor. Steht das Fahrzeug 80 Meter entfernt, verlängert sich jeder Gang. Eine beantragte Halteverbotszone kostet je nach Stadtbezirk und Dauer etwa 80 bis 150 € — sie rechnet sich fast immer, weil sie mehrere Arbeitsstunden spart.

4. Art des Entsorgungsguts

Nicht alles darf in denselben Container. Die Trennung nach Fraktionen bestimmt die Deponiegebühren:

  • Sperrmüll und Restmüll — der Standardfall, günstigste Fraktion
  • Holz, Metall, Papier — teils erlösfähig, senkt die Kosten
  • Elektrogeräte (Elektroaltgeräte) — gesonderte Entsorgungspflicht
  • Sondermüll — Farben, Lacke, Öle, Chemikalien, Leuchtstoffröhren: deutlich teurer
  • Bauschutt — bei Rückbauten separat zu entsorgen
  • Asbestverdacht — etwa alte Nachtspeicheröfen oder Bodenbeläge: nur durch Fachbetriebe, mit erheblichem Aufpreis

5. Zustand der Räume

Stark vollgestellte oder verwahrloste Wohnungen (umgangssprachlich Messie-Wohnungen) erfordern Schutzausrüstung, mehr Personal und häufig eine Desinfektion. Hier liegen die Preise regelmäßig 40 bis 100 % über dem Normalfall.

6. Termin und Saison

Zwischen Juni und September sowie zum Monatsende ist die Nachfrage in München am höchsten. Wer zeitlich flexibel ist und einen Termin unter der Woche außerhalb der Hauptsaison wählt, verhandelt spürbar besser.

Drei Rechenbeispiele aus dem Raum München

Beispiel 1: Kellerabteil in Schwabing

Ein 10 m² großes Kellerabteil, gefüllt mit alten Möbeln, Kartons und zwei Fahrrädern. Zugang über eine Treppe, Fahrzeug kann direkt vor dem Haus halten.

  • Volumen: ca. 12 m³
  • Aufwand: 2 Mitarbeiter, 4 Stunden
  • Entsorgung: überwiegend Sperrmüll, etwas Metall (erlösfähig)
  • Marktüblich: 450 – 650 €

Beispiel 2: 3-Zimmer-Wohnung in Sendling, 2. OG ohne Aufzug

85 m², normal möbliert, Haushaltsauflösung nach einem Umzug ins Pflegeheim. Einige Elektrogeräte, kein Sondermüll. Verwertbare Möbel vorhanden.

  • Volumen: ca. 32 m³
  • Aufwand: 4 Mitarbeiter, 1,5 Tage
  • Zuschlag: 2. OG ohne Aufzug
  • Abzug: Wertanrechnung für Eichenschrank und Waschmaschine
  • Marktüblich: 3.100 – 4.200 € (nach Wertanrechnung)

Beispiel 3: Einfamilienhaus in Dachau

165 m² plus Keller, Dachboden und Garage. Über Jahrzehnte gewachsener Hausrat, im Keller Farbreste und Altöl.

  • Volumen: ca. 70 m³
  • Aufwand: 5 Mitarbeiter, 3 Tage
  • Besonderheit: Sondermüllentsorgung, zwei Containerwechsel
  • Marktüblich: 6.500 – 8.500 €

So senken Sie die Kosten realistisch

  1. Vorher aussortieren. Alles, was Sie selbst verkaufen, verschenken oder zum Wertstoffhof bringen, muss nicht bezahlt entsorgt werden.
  2. Wertanrechnung verlangen. Fragen Sie aktiv danach, ob verwertbare Gegenstände gegengerechnet werden. Bei gut erhaltenen Haushalten sind mehrere Hundert Euro möglich.
  3. Halteverbotszone einplanen. Die 80 bis 150 € Gebühr sparen in der Regel mehr an Arbeitszeit, als sie kosten.
  4. Termin flexibel halten. Unter der Woche und außerhalb der Sommermonate ist Spielraum.
  5. Festpreis schriftlich vereinbaren. Inklusive Entsorgungsgebühren, Anfahrt und besenreiner Übergabe — so gibt es hinterher keine Diskussion.
  6. Leistungen bündeln. Wer ohnehin umzieht oder renoviert, sollte alles aus einer Hand beauftragen. Anfahrt, Personal und Container fallen dann nur einmal an.

Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen

  • Ein Festpreis wird ohne Besichtigung am Telefon zugesagt
  • Der Preis wirkt auffällig niedrig, Entsorgungsgebühren sind "nicht enthalten"
  • Es gibt kein schriftliches Angebot, nur eine mündliche Zusage
  • Der Anbieter kann keinen Entsorgungsnachweis vorlegen
  • Barzahlung wird verlangt, eine Rechnung mit Umsatzsteuer gibt es nicht

Ein Entsorgungsnachweis ist kein Formalismus: Wird Ihr Hausrat illegal entsorgt, haften im Zweifel Sie als Auftraggeber.

Entrümpelung und Umzug zusammen beauftragen

Der häufigste Fall in München ist nicht die reine Entrümpelung, sondern die Kombination: Es wird umgezogen, der Rest muss weg, und die alte Wohnung soll besenrein oder renoviert übergeben werden. Wer das in einem Auftrag vergibt, spart doppelte Anfahrten, doppelte Koordination und häufig einen kompletten Arbeitstag. Mehr dazu auf unserer Seite zum Komplettservice aus Umzug, Entrümpelung und Renovierung.

Details zum Ablauf, zu den Leistungen und zur besenreinen Übergabe finden Sie auf der Seite Entrümpelung und Haushaltsauflösung in München.

Festpreis für Ihre Entrümpelung in München

Nach einer kurzen Besichtigung vor Ort oder per Foto und Video erhalten Sie ein verbindliches Festpreisangebot — inklusive Entsorgung und besenreiner Übergabe.

Häufige Fragen zu diesem Thema

Was kostet eine Entrümpelung in München durchschnittlich?

Marktüblich liegen Entrümpelungen im Raum München bei etwa 35 bis 70 € pro Quadratmeter. Eine 2-Zimmer-Wohnung mit 60 m² kostet damit erfahrungsgemäß rund 1.800 bis 3.500 €, ein Kellerabteil ab etwa 300 €. Der verbindliche Preis entsteht immer erst nach einer kurzen Besichtigung.

Wird die Entrümpelung nach Quadratmetern oder nach Volumen abgerechnet?

Seriöse Anbieter kalkulieren nach dem tatsächlichen Volumen in Kubikmetern und dem Arbeitsaufwand, nicht allein nach Fläche. Der Quadratmeterpreis ist nur eine grobe Orientierung: Ein vollgestellter Dachboden mit 20 m² kann teurer sein als eine leergeräumte 60-m²-Wohnung.

Welche Faktoren machen eine Entrümpelung teurer?

Preistreiber sind vor allem: Stockwerk ohne Aufzug, langer Trageweg zum Fahrzeug, fehlende Halteverbotszone, Sondermüll wie Farben, Öle oder Asbest, sehr dicht vollgestellte Räume (Messie-Wohnungen) sowie kurzfristige Termine.

Kann ich die Kosten einer Entrümpelung senken?

Ja. Sortieren Sie vorab aus, was Sie behalten oder selbst verkaufen möchten, sorgen Sie für eine Halteverbotszone direkt vor dem Haus und vereinbaren Sie den Termin außerhalb der Hochsaison. Wertanrechnung für verwertbare Möbel oder Antiquitäten senkt den Endpreis zusätzlich.

Was bedeutet Wertanrechnung bei einer Entrümpelung?

Findet sich im Hausrat noch Verwertbares — gut erhaltene Möbel, Elektrogeräte, Antiquitäten, Metalle — wird der geschätzte Wiederverkaufswert vom Angebot abgezogen. Bei gut erhaltenen Haushalten kann das mehrere Hundert Euro ausmachen.

Sind die Entsorgungsgebühren im Preis enthalten?

Bei einem seriösen Festpreisangebot ja: Container, Deponiegebühren, Personal, Anfahrt und die besenreine Übergabe sind enthalten. Lassen Sie sich das schriftlich bestätigen — Nachforderungen für Entsorgungsgebühren sind ein typisches Warnsignal.

Wie lange dauert eine Entrümpelung in München?

Ein Keller oder eine Garage ist meist in drei bis fünf Stunden geräumt, eine 2- bis 3-Zimmer-Wohnung in einem Arbeitstag, ein komplettes Einfamilienhaus in zwei bis vier Tagen. Entscheidend sind Menge, Stockwerk und Zugänglichkeit.

Wer zahlt die Entrümpelung bei einer Haushaltsauflösung im Todesfall?

Die Kosten trägt in der Regel der Nachlass, also die Erbengemeinschaft. Wird das Erbe ausgeschlagen, geht die Räumungspflicht an den Vermieter oder den Nachlasspfleger über. Bewahren Sie alle Rechnungen auf — sie sind steuerlich als Nachlassverbindlichkeit relevant.

Sofort-Auskunft

Fragen zu Preisen und Konditionen?

Unser Assistent antwortet sofort — rund um die Uhr, ohne Warteschleife. Fragen Sie nach Preisen, Terminen, der Unbeschädigt-Garantie oder unseren Paketen.

Weitere Artikel

Alle Ratgeber-Artikel